Am Anfang steht selten die Maschine, sondern die Datei. Was in einer E-Mail-Signatur gestochen scharf wirkt, verliert seine Kanten, sobald es auf Textil hochskaliert wird. Legen Sie sich deshalb schon vor der Anfrage drei Dinge zurecht: die Originaldatei Ihres Logos, das konkrete Taschenmodell und die Stelle, an der gedruckt werden soll.

Die Originaldatei schlägt jede Kopie
Fragen Sie in der Grafikabteilung oder bei Ihrer Agentur nach der Vektordatei. Vektoren lassen sich beliebig skalieren, ohne dass Pixel sichtbar werden. Vorsicht bei PDF: Darin kann eine Vektorgrafik stecken, ein Foto oder eine Mischung aus beidem – über die Druckqualität sagt die Dateiendung also nichts aus. Ein von der Website kopiertes Mini-Logo oder ein Screenshot davon taugt nicht als Basis.
Liegt wirklich nur ein PNG oder JPEG vor, schicken Sie die größte Fassung, die Sie im Archiv finden. Künstliches Hochrechnen erzeugt keine zusätzlichen Details, sondern lediglich größere Pixel. Welche Auflösung ausreicht, ergibt sich aus der endgültigen Druckgröße; das klärt das Druckvorlagen-Team gemeinsam mit Ihnen.
Platzierung in Zentimetern statt in Worten
Nennen Sie Modell, Farbe und die Seite, die bedruckt werden soll. Dazu die gewünschte Breite des Motivs und seinen Sitz auf der Vorderseite. Taschenbreite und bedruckbare Breite sind zwei verschiedene Maße: Nähte, Falten und die Ansatzpunkte der Henkel schränken die Fläche ein.
Ein Logo allein und ein Logo samt ausgeschriebener Website-Adresse sind in der Prüfung zwei unterschiedliche Fälle. Das Hauptsymbol kann sauber stehen, während die kleine Schrift darunter kaum noch lesbar ist. Holen Sie sich deshalb eine modellspezifische Platzierungsempfehlung, bevor Sie die Datei finalisieren.

Farbangaben ohne Interpretationsspielraum
Halten Sie fest, mit wie vielen Druckfarben gearbeitet wird, und legen Sie vorhandene Referenzen zu Ihren Markenfarben bei. Ebenso wichtig: Welche Teile des Motivs werden tatsächlich gedruckt, und wo soll der Stoff sichtbar bleiben? Ein weißes Rechteck in einer Bilddatei kann bewusst zum Motiv gehören oder ein Hintergrund sein, den niemand haben will – klären Sie das vor der Freigabe.
Was Sie am Bildschirm sehen, ersetzt kein physisches Farb- und Strukturmuster. Sinnvolle Reihenfolge: zuerst die Taschenfarbe festlegen, danach mit dem Lieferanten über Kontrast und die Eignung feiner Linien sprechen.
Den Korrekturabzug im Team gegenlesen
- Stimmen Modell und Farbe der Tasche?
- Jedes Wort, jede Zahl und jede Webadresse einzeln lesen.
- Druckseite, Ausrichtung und Abmessungen mit dem Briefing abgleichen.
- Farbreferenzen und die Behandlung des Hintergrunds bestätigen.
- Freigabe oder Korrekturwünsche gesammelt in einer Rückmeldung schicken.
Häufige Fragen
Reicht ein Screenshot?
Zur Illustration Ihrer Idee ist er brauchbar. Legen Sie zusätzlich die originale Druckvorlage bei, sofern vorhanden – als Produktionsdatei taugt ein Screenshot nicht.
Sagt ein freigegebenes Mockup etwas über die Stoffqualität aus?
Der digitale Korrekturabzug klärt Motiv und Platzierung. Für Fragen zu Stoff, Verarbeitung und Tragekomfort brauchen Sie ein physisches Muster der Tasche.
Druckvorlage prüfen lassen
Schicken Sie uns die Datei zusammen mit dem gewählten Modell, etwa der Baumwoll-Tragetasche in Natur, der Menge und Ihrem Wunschtermin. Angebot anfordern.